Ich heiße Alissa Schulz, bin 7 Monate alt und

ICH WILL LEBEN!

Seit meiner Geburt habe ich Blutkrebs, die Ärzte nennen es Leukämie. Um weiter leben zu können, brauche ich ganz dringend einen Blutstammzellenspender.

Vielleicht bist DU es?

VORURTEIL oder TATSACHE

Vorurteil: „Für die Knochenmark- /Stammzellspende ist immer eine Operation Narkose nötig.“

Tatsache: Nein, in 90% der Fälle können die Blutstammzellen mit einem speziellen Verfahren aus dem Blut entnommen werden. Das geht ambulant, ohne Narkose und dauert ca. einen halben Tag.

Vorurteil: „Blutstammzellen werden aus dem Rückenmark entnommen.“

Tatsache: Nein, Rückenmark (ein Teil des zentralen Nervensystems) und Knochenmark (das wichtigste blutbildende Organ des Menschen) haben nichts miteinander zu tun. Wenn Knochenmark entnommen wird (und keine Stammzellen aus dem Blut), wird das Knochenmark (nicht:Rückenmark!) aus dem Beckenkamm entnommen.

Vorurteil: „Wenn ich Stammzellen spende, dann fehlen sie mir irgendwann einmal.“

Tatsache: Nein, bei Gesunden (und nur die dürfen spenden) bilden sich die Stammzellen innerhalb von zwei Wochen neu. Wie die Blutspende nicht zu einer dauerhaften Blutarmut führt, mindert die Stammzellspende nicht dauerhaft die Zahl der Stammzellen.

Vorurteil: „Der Spender muss die gleiche Blutgruppe wie der Patient haben.“

Tatsache: Nein, wichtiger ist bei der Stammzelltransplantation die möglichst genaue Übereinstimmung der Gewebemerkmale (HLA-Merkmale) zwischen Spender und Patient, und nicht die Übereinstimmung der Blutgruppen

Vorurteil: „Ich muss mir Blut abnehmen lassen, um mich als Stammzellspender registrieren zu lassen“.

Tatsache:Nein, für die Bestimmung der Gewebemerkmale reicht ein Abstrich mit einem Wattestäbchen von der Wangenschleimhaut. Hieraus können dann im Labor die Gewebemerkmale bestimmt werden.